top of page

Das Freudige Wedeln – natürlich gibt es das.

  • Kristina Räder
  • 16. Dez. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Und tatsächlich findet man das am häufigsten, wenn Besitzer nach Hause kommen oder ihren Hund streicheln, aber auch, wenn sich gute Hundefreunde treffen.

Demnach kann man sich erstmal wieder entspannen – das Wedeln aus Freude ist meist auch eines und gerade in den Situationen, in denen wir es als solches wahrnehmen, kommt es auch häufig vor.

Je nach Hund ist die Rute dabei etwa auf mittlerer Höhe und der Schwanz wedelt relativ schnell mit großen Schwingungen.

Vorbehaltlich der restlichen (bestenfalls auch freundlichen) Körpersprache, haben wir nun also wirklich einfach einen Hund vor uns, der sich freut.

Aber die Rute eines Hundes kann nun bekanntermaßen auch unten am Körper „hängen“ und nur langsam und ganz minimal zur Seite ausschlagen. Was haben wir denn nun für einen Hund vor uns? In der Regel tatsächlich einen Hund, der - aus welchen Gründen auch immer- gerade eher vorsichtig, abwartend, vielleicht sogar leicht ängstlich und unterwürfig daherkommt.

Wenn jetzt noch die Ohren hinten angelegt sind und der Blick nicht in die Augen geht, dann stimmt das Bild: mein Hund ist gerade verunsichert und/oder unterwürfig.

Das kann man ganz gut beobachten, wenn man den eigenen Vierbeiner inflagrantierwischt hat und er auch ganz genau weiß, dass das, was er gerade getan hat, von uns nicht so gewünscht war.

Aber auch hier droht in der Regel kein Angriff. Warum also der provokante Titel?

Ein Angriff trotz Schwanzwedelns? Ja, das ist durchaus ein denkbares Szenario. Trifft man auf einen Hund, der stocksteif vor einem steht, sich groß aufbaut, einem tief in die Augen schaut und dabei die Rute in den Himmel hebt, die nur in der Spitze ganz schnell hin und her wedelt, dann empfehle ich: langsamen, ruhigen aber deutlichen RÜCKZUG, denn jetzt könnte tatsächlich ein Angriff folgen, wenn ich diesen Hund weiter provoziere.

Warum?

Dieser Hund zeigt durch seine ganze Körperhaltung Drohverhalten und seine Rute bestätigt dies. Er ist sich seiner Sache sehr sicher (Rute ist oben), er ist dabei ziemlich angespannt bis aufgeregt (schnelles Wedeln) und er ist nicht fröhlich gestimmt (ganz enges wedeln).

Nun, was kann man aus diesen drei Beispielen lernen?

Eine Rute verrät viel mehr als wir zumeist denken und das Wichtigste: eine Rute macht noch keinen Hund.

Doch dazu mehr im nächsten Teil.

Text: A.Nowatzek

Foto:pixabay

Comments


  • Black Facebook Icon
  • Black Instagram Icon
bottom of page