Declaration Teil4
- Kristina Räder
- 8. Sept. 2020
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Dez. 2020

Bleiben wir noch einen Moment lang beim Thema "Fleisch im Hundefutter". Ebenfalls wichtig ist natürlich noch die - in der heutigen Zeit so oft diskutierte - Fleischqualität.
Insbesondere hier unterscheiden sich die auf dem Markt befindlichen Futtermittel sehr stark von einander. Von hochwertigen Fleischbestandteilen über billiges Fleischprotein und/oder -fett bis hin zu den viel diskutierten Schlachtabfällen ist leider alles dabei - auch einiges, was wir uns eigentlich nicht im Futter unserer Vierbeiner wünschen.
Wer sich einmal vor Augen führt, welche Bestandteile eines Tieres ein Hund "in freier Wildbahn" fressen würde, weiß schnell, dass dieser nicht nur das Fett oder Protein des Tieres zu sich nehmen würde. Er würde das Tier mehr oder weniger im Ganzen fressen und das hat auch seinen Sinn: nur so bekommt er nämlich alle Nährstoffe, die er so braucht.
Bei Futtermitteln, die nur mit bestimmten Fleischbestandteilen arbeiten, müssen daher oft viele Nährstoffe und Vitamine künstlichen Ursprung hinzugefügt werden, die eigentlich organisch im Futter enthalten sein könnten und somit viel besser verträglich wären.
Daher wird der Begriff "tierische Nebenerzeugnisse" oft viel zu schnell ausschließlich negativ interpretiert. Zunächst mal sind tierische Nebenerzeugnisse aber laut Definition des deutschen Futtermittelrechts nur jene Bestandteile des Schlachttieres, die in der Regel nicht von uns Menschen verzehrt werden.
Dazu gehören die für den Hund aber durchaus ernährungsphysiologisch sehr wertvollen Organe und Innereien wie Pansen, Herz, Schlund, Lunge oder Leber des geschlachteten Tieres. Auf die sollte ein gutes Futter keineswegs verzichten, da Hunde daraus auf natürliche Art und Weise ihre Nährstoffe und Vitamine gewinnen können.
Skeptisch werden sollte man nur, wenn die "tierischen Nebenerzeugnisse" nicht näher aufgeschlüsselt werden, denn dann droht die Gefahr, dass sich auch billige Schlachtabfälle wie Hörner, Felle, Krallen, oder Federn hinter dieser Floskel verbergen. Und selbst wenn ein Hund diese Bestandteile im Gegensatz zu uns zumeist irgendwie noch verdauen kann, so haben sie nun wirklich keinerlei Nährwert für ihn. Wer will sowas dann schon im Futter für seinen geliebten Hund haben?
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