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Grenzen setzen mal positiv beleuchtet

  • Kristina Räder
  • 14. Sept. 2020
  • 2 Min. Lesezeit


Warum verflixt, können ausgerechnet das Setzen von Grenzen und das Aufstellen von Regeln dabei helfen Vertrauen und Bindung zwischen Hund und Mensch zu stärken???

Grenzen stellen einen Rahmen dar, in dem wir uns bewegen dürfen - sei es in der Demokratie, in der Schule, in der Familie oder eben zwischen Hund und Mensch. Da der Hund nicht in der Lage ist unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu durchschauen, müssen wir Menschen es sein, die ihm die Grenzen und Rahmenbedingungen vermitteln.

Ein Hund kann nicht von Natur aus wissen, dass Autos gefährlich sind, Beißen in unserer Gesellschaft eher unerwünscht ist und dass sein Territorium von Wänden und einem Zaun abgesteckt wird und nicht von ihm.

Deswegen müssen wir ihm unsere Regeln des Zusammenlebens erklären und dabei einige grundlegende Grenzen setzen, die er nicht überschreiten darf. Ja, das heißt, wir müssen unseren Hunden einen gewissen Freiraum nehmen, gerade zu Beginn.

Klingt erstmal negativ, oder?

Aber Regeln und Grenzen sind auch Orientierungspunkte. Es ist doch manchmal ganz gut zu wissen, was man darf und was nicht, oder? Vermittelt es nicht auch eine gewisse Sicherheit, wenn man weiß, was auf die eigene Handlung folgt? So geht es unseren Hunden auch. Die allermeisten von ihnen folgen gerne einem Menschen, der weiß, was er tut und dies auch vermittelt.

Wichtig ist nur, dass die Grenzen und Regeln auf "hündische Art" vermittelt werden und dass sie konsequent eingehalten werden.

Die hündische Art ist wichtig, damit unser Partner auf vier Pfoten die Chance hat, zu verstehen, was von ihm erwartet wird. Und die Tatsache, dass Regeln und Grenzen immer gleich sind, führt zu einer großen Verlässlichkeit im Zusammenleben. Erfahre ich heute Lob für die gleiche Handlung, die gestern noch tabu war, dann verwirrt mich dies. Gelten immer die gleichen Regeln, dann kann ich mich darauf verlassen und weiß, was von mir erwartet wird.

Und nie vergessen: wenn ein Hund alle wichtigen Grenzen kennt, darf er sich innerhalb dieser sehr frei bewegen. Hunde, die wichtige Grenzen nicht kennen, laufen oft nicht frei, können ihre Menschen weit weniger begleiten und werden sich häufiger mit ihren Menschen "streiten". Zusätzlicher Vorteil von Grenzen: auch souveräne, erwachsene Hunde setzen Grenzen. Und einem solchen Hund folgen andere Hunde schließlich gern. Also warum sollte man nicht einem souveränen, erwachsenen Menschen folgen, der einem den richtigen Weg zeigt? Es darf nur nie vergessen werden, dem Hund auch klar zu machen, wenn er etwas richtig macht. Vor lauter "Erziehung" geht uns das im Alltag oft unter... Wie lobe ich aber meinen Hund? Mehr dazu im nächsten Teil.

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