
Die 8. Lebenswoche, oft die letzte im Verbund mit Mutter und Geschwistern.
Zeit für viele aufregende Dinge im Leben eines Welpen.
Oft steht in dieser Zeit die Wurfabnahme durch Zuchtwarte an, bei welcher überprüft wird, ob zB. alle Welpen ein passendes Gewicht erreicht haben, ob alles ok ist, ob Nabelbrüche oder ähnliches vorhanden sind. Dies wird in den Unterlagen vermerkt. Bei uns im DRC wird darüber ein Bericht erfasst, welcher zur Geschäftsstelle eingesendet wird und von mir auch immer an Welpenkäufer mitgegeben wird. Hier werden die Namen für die Ahnentafel festgelegt und diese ebenfalls mit eingereicht.
Bis zur Wurfabnahme muss bei uns im Verein auch schon das Chippen und Impfen erledigt sein. Es bietet sich an, wenn man dies mit dem betreuenden Tierarzt vereinbaren kann, dass dieser ins Haus kommt.
So umgeht man möglichst mit vielen Welpen in eine stark frequentierte Tierarztpraxis zu müssen. Manche Tierärzte lösen dies aber auch geschickt vor Ort, indem sie die Welpen einzeln aus dem Auto, welches nah dran parken kann, reinholen lassen. So geht dies auch sehr flott und unkompliziert!
Nach solchen spannenden Tagen, wie Wurfabnahme, Impfen & Chippen, ist es ratsam den Welpen auch mal einen Tag Ruhe zu gönnen. Gerade nach den Impfungen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie immer ganz schön aufgekratzt sind und dann erst recht alles auf den Kopf stellen.
Hat man ältere sozial kompetente Hunde zu Hause, oder in der näheren Umgebung, so ist viel Kontakt in dieser Zeit super. Ab ca. der 7. Lebenswoche fängt bei den Welpen nämlich das Verständnis von Ursache & Wirkung ihres Verhaltens anderen Hunden gegenüber an zu steigen. Wie gut sie auch schon mit im späteren Zuhause bereits vorhandenen Hunden zurecht kommen, kann hier schon positiv beeinflusst werden.
Auch scheiden sich die Geister darüber, wann der rechte Abgabepunkt ist. Sicher müssen sie nicht frisch nach der Impfung rausgeworfen werden. Ein paar Tage länger in einem intakten Sozialverband schaden den Welpen sicher nicht. Auch der immer noch vorhandene Irrglaube, dass ein Welpe so früh wie möglich einziehen müsse, weil er sonst keine rechte Bindung aufbauen können, ist tatsächlich völliger Humbug. Betrachtet man sich auch die verschiedenen Phasen der Sozialisierung ist man mittlerweile weg von den fixen 16 Wochen Prägephase, welche noch lange durch die Köpfe geistert.
Ich denke ein guter Mittelweg ist hier anzustreben. Da müssen Theorie & Praxis zusammen passen, denn die Theorie besagt, dass man es so spät wie möglich hinausziehen sollte, in der praktischen Umsetzung sind Welpen aber auch ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr zufrieden mit nur in der Gruppe Bespaßung zu haben und die individuelle Förderung durch ihren späteren Menschen ist einfach dran.
Wie du die ersten Tage mit deinem neuen Welpen gut gestalten kannst und die häufigsten Irrtümer vermeiden kannst, das kannst du in dem für dich kostenfreien Download erfahren!
Du hast Fragen? Melde dich gerne!
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