Das erste Hundejahr - Teil 25
- Kristina Räder
- 9. Juni 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Juni 2021

So langsam im Junghundealter angekommen, wird schnell klar, dass dieses süße kleine knubbelige Welpenteil der Vergangenheit angehört und je nach Charakter des Vierbeiners mehr oder weniger dramatische Verhaltensänderungen stattfinden.
Wie schon beim letzten Post angemerkt, wird die Außenwelt immer interessanter, nicht weil Besitzer Müller leckerere Supersnacks in der Tasche hat (könnte manchmal aber auch ein Grund sein), sondern weil sich ein Hund nunmal langsam in eine neue Entwicklungsphase begibt. Glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass jedes Individuum durch Hirnreife und dessen Umbau, nach und nach zu einem erwachsenen Wesen heranreift. Dazu gehört eben auch, dass man seine eigenen Erfahrungen macht und nicht mehr ständig am Rockzipfel von "Hundemama" und "Hundepapa" (ich liebe diese Wörter ) hängt. Wir klammern an dieser Stelle einmal die armen Wesen aus, die durch Frühkastration gänzlich an diesem Prozess gehindert werden!
Damit das ganze nicht aus dem Ruder läuft und wir uns nicht laufend bei unseren Mitmenschen für das Betragen "unter aller Kanone" unseres Hundes entschuldigen müssen, macht es schon Sinn, dass ein Hund ganz einfach - und zwar von Anfang an!!!!- Grenzen kennenlernt.
Grenzen kennenlernen hat nichts mit Härte oder unfairem Verhalten zu tun. Für mich eher das Gegenteil! Grenzen dienen dazu deinem jungen Hund einen Rahmen zu geben, in dem er sich frei bewegen kann. Sie geben sozusagen mehr Freiheit, als dass sie diese nehmen. Sie schützen einen Hund genauso vor schlechten Erfahrungen, wie sie ihm auch Freilauf und Umgang mit Artgenossen und Platz für ganz normales Hundeverhalten geben. Sie schützen vor einem lebenslangen Leinenzwang (es gibt Ausnahmen, wo eine Leine immer am Hund selbstverständlich Sinn macht!), denn oft würde Erziehung und klare Grenzen vor einfachem Ungehorsam schützen.
Dennoch fällt es uns Menschen oft schwer, klar und konsequent zu bleiben. Dabei braucht es gerade bei jungen Hunden nicht so viel mehr, als klare aber verständnisvolle Kommunikation. Damit bist du für deinen Hund der erste Ansprechpartner auch in brenzligen Situationen.
Wie siehst du das?
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