Das erste Hundejahr - Teil 26
- Kristina Räder
- 13. Juni 2021
- 2 Min. Lesezeit

Die Junghundezeit ist geprägt von Herausforderungen - für dich und deinen Hund.
Ist es dein erster Hund, so wirst du bis dahin vieles ausprobiert haben, was du so gelesen hast, was in vielen Büchern stand, du von xy gehört hast, oder was auch immer.
Ist es nicht dein erster, sondern zweiter, dritter, oder........Hund, so wirst du spätestens jetzt irgendwann feststellen, dass eben jeder Hund anders ist. Du einfach nicht vergleichen darfst, auch wenn es dir bis dahin schon etliche Male passiert ist und du es vielleicht eigentlich gar nichts wolltest.
Jeder junge Hund verdient, dass man ihn als ein eigenes Individuum betrachtet, nicht vergleicht, was A zu dem Alter schon konnte. Die Entwicklung des jungen Hundes durchläuft viele verschiedene Phasen. Und wie auch bei uns Menschen gibt es Kandidaten, die sehr schnell mit den verschiednensten Dingen sind, andere wiedrum benötigen einfcah mehr Zeit.
Hat ein Hund super schnell alles angenommen und gelernt, so heißt das noch nicht, dass er dies auch genauso super und nachhaltig behält und man direkt mit dem nächsten weitermachen kann. Andersherum : Hunde, die für eine Sache länger brauchen sind deswegen nicht dümmer. Sie lernen einfach nur ein bisschen anders. Oft sind es gerade die, die länger für eine Sache brauchen, die es dann aber auch auf dem Kasten haben und es nicht wieder vergessen.
Schnelles Lernen heißt also nicht automatisch nachhaltiges Lernen.
Auch körperliche Vorgänge haben Einfluss darauf, wie dein Hund mit eurem Training zurecht kommt. Hunde, welche sehr groß werden (auch unterschiedlich innerhalb einer Rasse) sind oft ein bisschen hinter den kleinen, wendigen. Sie haben einfach mehr mit Wachstum und Entwicklung zu tun. Alles gleichzeitig geht nunmal nicht.
Vorgefertigte Pläne und Ratgeber, welche dir also vorgeben, in welchem Alter dein Hund welche Dinge erreicht haben sollte, kannst du also getrost aus dem Fenster werfen!
Sie betrachten nicht das Tempo deines Hundes und endschuldige bitte - auch nicht dein Geschick als Hundeführer. Denn 2 Neulinge zusammen, brauchen oft auch einfach länger, weil Theorie lesen und hören, es dann aber in der Praxis umsetzen und verinnerlichen tatsächlich 2 verschiedene paar Schuhe sind!
Also - lass dich nicht verrückt machen. Schau nicht zu viel rechts und links. Achte auf Menschen, die das mit ihrem Hund können, was du gerne erreichen würdest, aber hab immer im Kopf, wie oft diejenigen das schon gemacht haben und lass dich davon nicht zu sehr stressen.
Und eines gilt immer, egal der wie vielte Hund es schon ist. Es gibt da etwas, das nennt sich Bauchgefühl. Das schaltet sich immer dann ein, wenn du auf etwas dir widerstrebendes triffst im negativen Sinne. Hast du das Gefühl, dass etwas gar nicht mit dir und deinem Youngster vereinbar ist - dann lass es! Egal, wer dir dies geraten hat und sprich darüber! Oft sind es die Dinge, die einfach überhaupt nicht passen, wir versuchen es aber mit dem Verstand zu rechtfertigen! Die klare Verbindung und das Gefühl zu deinem Hund, gibt dir aber etwas anderes auf den Weg.
Genauso ist es mit dem umgekehrten Zustand. Fühlt es sich leicht und ruhig an, dann bleibe dabei, auch wenn du nicht immer sofort den perfekten Erfolg siehst. Du bist auf EUREM richtigen Weg!
Du hast Fragen zu dem Leben mit deinem jungen Hund?
Dann melde dich gerne!
Was waren deine größten Herausforderungen mit deinem jungen Hund? Kommentier doch mal!
Comments