Das erste Hundejahr - Teil 45
- Kristina Räder
- 8. Okt. 2021
- 2 Min. Lesezeit

Beim zweiten Teil des Online-Junghundeseminar vergangenen Mittwoch ging es um die Entwicklungsphasen von Hunden.
Vom kleinsten Neugeborenen gehen wir dort einmal bis zum Zeitpunkt der Adoleszens die wichtigesten Punkte durch! Einen großen Teil des Vortrages nimmt dabei die Phase der Pubertät ein und das für mich auch wirklich aus gutem Grund. Sie ist eine Phase, die so manchen Besitzer in den Wahnsinn treiben kann, die aber auch gerne als Ausrede für alles Mögliche genutzt wird, oder im krassen Gegenteil - gar keine Beachtung findet.
Ist man sich jedoch den Vorgängen am ZNS bewusst, die in dieser Phase strukturell nachweisbar von Statten gehen, so ist es völlig klar, dass gewisse Verhaltensweisen - wie plötzlich stark optisch unsicheres Verhalten - hier einzuordnen sind. Und wenn ich etwas einordnen kann, dann muss ich es nicht akzeptieren und so lassen, aber ich kann damit besser umgehen. Geht dir das genauso?
Gerade im ersten Jahr, finde ich es unheimlich wichtig, die Hintergründe zu kennen und eine kompetente Anleitung an meinen Hund geben zu können, fehlt mir dazu noch ein bisschen Input, so sollte ich selbst kompetente Begleitung haben.
Denn: so toll die Junghundezeit auch ist, ein souveräner, sicherer und wohlerzogener erwachsener Hund, das ist die beste Entschädigung für so manche Anstrengung, die in dieser ersten Phase steckt!
Aber wann ist der Hund eigentlich genau erwachsen und wann ist diese Zeit der Pubertät vorbei? Nun, das ist sicher von Hunderasse zu Hunderasse ein wenig unterschiedlich. Im Groben gesagt sind natürlich kleine Hunderassen deutlich früher erwachsen, als sehr großwüchsige. Sie sind einfach deutlich länger mit ihrem Größenwachstum beschäftigt, bis sie überhaupt mal in die Phase der Pubertät kommen.
Eine Faustregel gibt an, dass Hündinnen mit dem Abschluss des 3. Zyklus (komplett inclusive Scheinschwanger- und -mutterschaft) erwachsen sind. Rüden dazu ähnlich ungefähr mit Abschluss des 3.Lebensjahres.
Dies ist eine ungefähre Richtlinie. Schaut man sich diesen Zeitrahmen an, den ein Hund im Besitz seiner kompletten Geschlechtshormone sein sollte, denn diese werden für diesen Reifeprozess benötigt, so sollte erstens jedem klar sein, dass frühzeitige Kastrationen diesen Prozess massiv stören, die Auswirkungen sind vielfältig und zum anderen, dass Hunde frühestens ab diesem Zeitpunkt in die Zucht gehören, sofern sie dafür vorgesehen waren und sie sich dazu wirklich eignen!
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