Das erste Jahr des Hundes - Teil 31
- Kristina Räder
- 13. Juli 2021
- 1 Min. Lesezeit

Die Pubertät.....
weg von infantilem und emotional geprägtem Verhalten, hin zu rational und vernunftsorientiertem Denken. So zumindest der grobe Plan für diese Zeit der Entwicklung im Hundegehirn. Und dies gilt nicht nur für Hunde, sondern auch für pubertierende Zweibeiner!
Was bedeutet das konkret? Zu Welpenzeiten werden die meisten Handlungen prompt und emotional angetrieben ausgeführt, wofür im besonderen das limbische System des Gehirns zuständig ist. Die Bedürfnisse, welche aufkommen, wollen zeitnah befriedigt werden.
Das Abwägen von Handlungen und die zunehmende Impulskontrolle unterliegt dem Frontalhirn. Dieses ist für rationale Entscheidungen maßgeblich. Im Zuge der Umwandlungen im Gehirn während der Pubertät, bekommt dieser Bereich mehr Zuständigkeiten. Das bedeutet, dass die Aktionen nach und nach mehr abgewogen werden und die Handlungen auf die Situation bezogen angepasst werden können.
Ist dieses Stadium erreicht, spricht man übrigens davon, dass dieses Verhalten dem Erwachsensein entspricht.
Über die strukturelle Veränderung, welche bis dahin stattgefunden hat, hatte schon der letzte Beitrag berichtet.
Ist diese Veränderung weitestgehend abgeschlossen, so merken wir dies deutlich im Verhalten des Hundes spürbar. Meist fällt z.B. auf, dass der Hund nicht mehr so oft und schon gar nicht mehr mit jedem anderen Hund spielen mag. Auch das Verhalten im gesamten wird meist ruhiger, für uns berechenbarer und man hat das Gefühl, dass sich so manche Nebel gelichtet haben.
Vorsicht hier mit der coolen Nummer "Frühkastration"!!
Da zu diesem Prozess der Pubertät die Geschlechtshormone unabdingbar nötig sind, ist es kein Wunder, wenn dieser Zustand bei diesen armen Wesen niemals eintritt und man ein Leben lang einen geistig nicht erwachsenen Hund neben sich hat.
Der kleine Schatz aus dem Kennel @kennelcrowfields aufgenommen von @beate_schmahl_photographie hat diese ganze Entwicklungszeit noch vor sich!
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