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Dummyarbeit Schritt für Schritt - Teil 42

  • Kristina Räder
  • 28. Juni 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Dummyarbeit Schritt für Schritt - Teil 42


"Helfen ist eine Kunst" @kerstinscherer_official

Eigentlich in einem ganz anderen Zusammenhang dort gemeint, fiel mir der Satz am Wochenende immer wieder ein, während ich Erklärungen auf der Trainingswiese abgab.

Warum? Ganz oft habe ich das Gefühl, dass ein Schritt im Training nicht so recht gegangen wird. Nämlich der, vom Lehren und Aufbauen, hin zur Anwendung.

Alles, was wir unseren Hunden in diesem oder anderen Bereichen beibringen, beginnen wir im Lehrstadium. Also eine Endhandlung in mehrere Puzzlestücke zerlegen, diese einzeln erarbeiten, die Handlungen in ein Kommando packen und diese Handlungen nach und nach unter steigender Ablenkung, auf größere Distanz, in mehr Konfliktsituationen zu festigen......und dann aber auch in gestellten Aufgaben einfach einmal umzusetzen. Das Ganze, ohne dass mir permanent jemand ins Ohr flüstert, was ich als nächstes machen soll, sondern einfach gemäß der Bedingungen und dem Können abzuarbeiten.

Und gerade dabei taucht dann immer wieder der Gedanke auf, wo darf ich helfen. Darf ich das überhaupt? Ich dachte bei Markierungen darf ich keinen Suchenpfiff machen? Darf ich auf ein Mark einweisen? Mein Hund hat das nicht gesehen, wie schicke ich denn jetzt? Das findet der nie, da bekomme ich den nicht hin usw......

Ich unterscheide ganz klar zwischen Training und Prüfung. Im Training möchte ich, dass mein Hund Fertigkeiten erlernt. Dies tut er nicht, bzw. er entwickelt sich nicht weiter, wenn ich immer bei allem sofort helfe, dauernd der einfachsten Weg nehme, den Hund nie auch Frust erleben lasse, wenn er sich vielleicht nicht ausreichend konzentriert hat und und und. Ich möchte nicht Dauerkrücke spielen, sondern ich möchte, dass der Hund sein wahres Potential entfalten und sein Selbstvertrauen in das eigene Vermögen entwickeln darf und dabei noch kooperationsbereit bleibt. Diese Waage zu halten, das ist wirklich eine Kunst.

Dabei gilt es, neben all dem theoretischen Wissen über Trainingsgrundsätze eben auch ein Gefühl für Situationen zu entwickeln und dann vielleicht auch einmal fachübergreifendeinzugreifen. Nunja und in der Prügung gehe ich dann gerne auf Nummer sicher.

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