Fragen zur Mehrhundehaltung Teil 2
- Kristina Räder
- 3. Jan. 2021
- 2 Min. Lesezeit

Nächste Frage, die bei der Überlegung sich einen 2. Hund zuzulegen oft bedacht wird:
Sind alle Hunde gleichermaßen "gesellschaftsfähig"?
Hier unterscheide ich in zweierlei Maß.
Zum einen gibt es rassespezifische Unterschiede, welche erstmal die grundsätzliche Tendenz einrahmen.
So gibt es Rassen, die es vom Ursprung her gewohnt sind auch in nahem Kontakt mit mehreren Hunden zusammen zu sein. Es sind bei Ihnen die Themen Beute oder Territorium nicht so priorisiert und seltener ein Streitthema mit Artgenossen im gleichen Haushalt. Klassischerweise gehören hierzu Meutehunde, wie Beagle. Sicher auch die Retriever, welche oft zu mehreren von einem Hundehalter auch auf Jagden geführt werden, oder Schlittenhunde, welche in der Gruppe arbeiten.
Anders sieht das bei Rassen aus, denen ihr Territorium sehr wichtig ist, oder die von Hause aus, erstmal als Alleingänger gelten. Es wird sicherlich schwieriger einem Akita oder einem Kaukasen noch einen Partner an die Seite zu stellen.
Wo sich gleich schon wieder die nächste Frage auftut: Gleichgeschlechtlicher Kumpel, oder gegengeschlechtlicher Partner?
Bei Rassen, die grundsätzlich sehr gerne Gesellschaft haben, ist auch eine gleichgeschlechtliche Zusammenführung kein Problem und in vielerlei Hinsicht, sogar die deutlich einfachere Variante. Bei eher heiklen Konstellationen, kann es andersherum mehr Sinn machen, Rüde zu Hündin zu packen und umgekehrt. Die innerartliche Konkurrenz tritt zwischen den 2 verschiedenen Geschlechtern deutlich seltener auf (was jedoch auch nicht heißt, dass sie sich immer bei allem einig sein müssen :-)).
Neben rassespezifischen Unterschieden der Möglichkeit zu einem entspanntem Zusammenleben, gibt es aber auch innerhalb von Rassen natürlich noch Unterschiede.
Dies hat sicherlich auch etwas mit der Haltung des 1.Hundes zu tun. Regiert dieser sein Königreich seit Jahren allein nach seinen Regeln, dürfte auch ein Retriever sich schwer damit tun, einen weiteren König neben sich zu dulden.
Ganz davon abgesehen, dass es auch in jeder Rasse Individuen gibt, die trotz toller Aufzucht, guter Sozialisierung und hundgerechter Haltung, etwas anders geraten und andere Hunde einfach überhaupt nicht abkönnen.
Bist du dir unsicher, ob es in deinem Fall eine gute Idee ist, einen 2.Hund ins Haus zu holen, macht es immer Sinn, sich kompetente Beratung VORHER zu suchen. Der ein oder andere Fehler kann so vermieden und eine sinnvolle Zusammenführung unterstützt werden!
Du hast Fragen, melde dich gerne! Auch über feedback freue ich mich sehr!
Wie waren deine Erfahrungen bei der Anschaffung eines 2.Hundes?
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