Immer dem Keks nach?
- Kristina Räder
- 3. Sept. 2020
- 2 Min. Lesezeit
Vertrauen und Bindung, Teil 2 -

In Teil eins dieser Reihe war die Rede von einer vertrauensvollen Bindung des Hundes zu seinem/seinen Menschen als Grundlage für jede gute Hund-Mensch-Beziehung. Egal wofür ein Hund angeschafft wurde - als bester Freund, Seelentröster, Sportbegleiter, Rettungshund oder Therapiehund - wie gut die Beziehung/Bindung zwischen Mensch und Hund ist, entscheidet fast immer, ob das gemeinsame Ziel auch erreicht wird, die Beziehung eine glückliche wird oder nicht. Vertraut mir mein Hund, wird er sich auch aus einem Hubschrauber abseilen lassen, vertraut er mir nicht, ist vielleicht schon der gemeinsame Sprung über einen umgekippten Baumstamm zu viel für ihn. Aber wie erreicht man so eine innige Beziehung, eine auf Vertrauen basierende Bindung? Ist es der vielbeschworene Keks im rechten Moment, der entscheidet, ob mein Hund mir gerne folgt oder nicht? Man könnte es meinen, denn nach wie vor kommt kaum ein Hundetraining ohne Leckerchen aus. Hat mein Hund schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht? Dann kann ein Keks aus menschlichen Händen eine erste Brücke sein, der Weg zurück zum Vertrauen in den Menschen. Habe ich einen Welpen , der noch nicht versteht, wann er etwas richtig macht und wann falsch? Auch jetzt kann ein Keks im richtigen Moment helfen, dem jungen Begleiter verständlich zu machen "ja, jetzt liegst du richtig". Will ich von meinem Hund vielleicht einen Trick sehen, den er nicht für sinnvoll hält? Auch hier mag der Keks eine gute Lösung sein, meinem Hund zu erklären, warum er jetzt eine Rolle machen und danach auch noch winken soll. Das würde er nämlich freiwillig nie tun, da es aus hündischer Sicht einfach keinen Sinn ergibt. Aber vor und nach dem Keks muss noch so viel mehr kommen, damit Vertrauen entsteht, damit der Vierbeinige Begleiter bestenfalls gern und freiwillig folgt. In der Beziehung zwischen Mensch und Hund muss Zuneigung entstehen, Sicherheit geboten werden, Grenzen müssen abgesteckt werden und Rollen geklärt werden. Wie das geht? Mehr dazu demnächst an dieser Stelle!
Foto: Beate Schmahl Text: Nika Czék
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