Lernverhalten - Teil 6
- Kristina Räder
- 10. Apr. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Mai 2021

Die Rolle des Lehrenden...
JA - jetzt bis du an der Reihe! Denn bei allen theoretischen Grundlagen auf der einen Seite, ist auch deine Haltung und dein Auftreten für den Lernerfolg deines Hundes wesentlich! Wie auch im Thema Ausdrucksverhalten, reicht es beim Lernen nicht, sich lediglich auf eine Seite zu stürzen, sondern der Kontext sollte beachtet werden!
Wissen wir nun also, wie Verstärkung positiv und negativ, Strafe etc auf den Hund an sich wirken, so überlegen wir heute mal, auf was du bei dir zu achten hast!
Zu aller erst wäre es gut, wenn du einen Plan hast, was du erreichen möchtest. Hier spreche ich nicht davon, dass du heute "Sitz" beibringen möchtest.
Nein - deine langfristigen Ziele, um die geht es! Denn auch wenn du mit einem Plan an die Sache herangehst, solltest du in der Lage sein in einer Einheit auch die Handlungen anzupassen, wenn etwas nicht klappt und dir immer vor Augen halten, dass du dich auf einem Weg befindest, den es nicht in einem Tag zu erlaufen gilt.
Es geht also um deine Informiertheit und dein Bild von der Materie, welches du dir nach und nach schaffen solltest. Es macht zb. einfach Sinn, Dinge aus einem angeleiteten Training zu WIEDERHOLEN, anstelle abgefahrene Abwandlungen davon auszuprobieren, nur weil man selbst es so langweilig findet. In der Regel haben die Übungen in einem Training tatsächlich Sinn, vorallem dann, wenn man sich in einer Aufbauphase befindet!
Oft meinen wir, wir müssten so viel Abwechslung hineinbringen, arbeiten aber nicht einmal die Trainingseinheit nach, die es unter Anleitung gab.
Dann geht es weiter selbstverständlich auch um deine Gestimmtheit. Hast du Spaß und Freude daran, etwas mit deinem Hund zu erarbeiten, dann trägt das zu einer positiven Lernatmosphäre bei, in der es deinem Hund leichter fällt zu lernen.
Auch eine Freude auf das Lernen selbst entwickelt ein Hund zum einen durch deine positive Haltung, zum anderen durch das Dopamin, welches ins Spiel kommt, wenn er oder sie selbst Lösungen erarbeitet. Das Hormon ist auch als die Selbstbelohnungsdroge bekannt und wird ausgeschüttet, wenn man z.B. Freude an selbst erarbeiteten Lösungen empfindet. Quasi die Suche nach dem Lernkick. Sei beim Training stets jetzt dabei und nicht schon mit den Gedanken bei allem, was später noch ansteht und was dich heute vielleicht schon alles geärgert hat.
Denn auf dein Timing und deine Aufmerksamkeit kommt es an! Das solltest du nicht unterschätzen. Im richtigen Moment zu loben und zu agieren sind mit deine wichtigsten Werkzeuge, um Lernfortschritte mit deinem Hund zu erzielen!
Du siehst, es reicht nicht, nur zu wissen, wie dein Hund physiologisch lernt, auch du trägst deinen Teil dazu bei! Das Thema interessiert dich nähergehend? Du möchtest diese Inhalte vertiefen und immer wieder ansehen können?
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