Loben, aber richtig
- Kristina Räder
- 22. Sept. 2020
- 2 Min. Lesezeit

Über Futter als Lob wurde ja an dieser Stelle schon gesprochen. Neben dem Futter gibt es aber noch weitere Möglichkeiten einen Hund zu loben oder ihn zu belohnen. Doch wie kann ich meinem Hund noch zeigen, dass ich einverstanden mit seinem Verhalten bin? Dazu sollte man sich einmal bewusst machen, was dem Hund neben Futter noch so alles wichtig ist und was wir davon bieten können. Definitiv sind unsere Hunde soziale (Gruppen-) Tiere, weshalb ihnen soziale Anerkennung durchaus auch etwas wert ist.
Soziales Lob kann schon ein freundlicher Blick sein, dazu gehört aber beispielsweise auch ein verbales Lob (welches übrigens wie ein Clicker fungieren kann, wenn es mit Futter assoziiert wird) oder auch ein Streicheln oder Kuscheln.
Aber Vorsicht: nicht alle Hunde mögen in allen Situationen angefasst werden. "Don't touch a training dog." gilt zwar nicht immer, aber bei einigen Exemplaren durchaus. Auch wir wollen ja schließlich nicht in jeder Situation einfach umarmt werden, nicht wahr? Manche Hunde - schließlich sind sie alle irgendwie Jäger - mögen auch eine dynamische Belohnung, wie wir sie zum Beispiel mit einem Spiel bieten können. Je nach Vorliebe kann das ein kurzes Zergeln sein, ein Apportierspiel oder einfach ein "Raufen mit den Händen".
Doch wann ist welches Lob angebracht?
Ein Hund, der einer dynamischen Situation (Spiel mit anderen Hunden, Jagd auf Beute) für uns den Rücken kehrt, der möchte mit höchster Wahrscheinlichkeit auch eher mit Dynamik belohnt werden - hier bietet sich ein Spiel durchaus an. Wer gerade ruhig abwarten lernt und seine Impulse kontrollieren muss, der sollte vielleicht lieber durch ein sanftes Streicheln oder auch mal ein Leckerchen als seine Belohnung erfahren. Interessant bleiben wir Menschen für unsere Hunde aber vor allem dann, wenn wir variieren können und nicht langweilig werden. Also mischen wir doch einfach mal alle Methoden der Belohnung und schauen, was unser Hund so rückmeldet!? Und nicht vergessen, was für Menschen gilt, gilt oft auch für Hunde - oft sagt ein Blick mehr als tausend Worte. Schonmal versucht, den eigenen Hund nur durch die eigene Körpersprache und einen freundlichen (nicht drohenden!) Blick für sein Verhalten zu belohnen? Noch nicht? Dann wird es aber Zeit! Dein Hund kennt längst deine Mimik und Körpersprache - wenn du sie gezielt einsetzt, weiß er schnell, was du ihm sagen möchtest!
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